Warum Sommerferien mit Kindern oft gar keine Ferien für Mütter sind
Die Sommerferien sind da. Endlich ausschlafen, entspannen und einfach mal den Alltag hinter sich lassen. So zumindest die Vorstellung.
Doch wenn du Mutter bist, fühlen sich die Sommerferien mit Kindern oft ganz anders an. Statt weniger Aufgaben gibt es plötzlich mehr: Die Kinder sind den ganzen Tag zu Hause, der Kühlschrank scheint sich wie von selbst zu leeren, Ausflüge wollen geplant werden und nebenbei soll die Zeit natürlich unvergesslich werden. Und genau hier beginnt für viele Mütter der Druck.
Wenn die Ferien den Kopf noch voller machen
Vielleicht kennst du das auch. Während alle von Erholung sprechen, läuft dein Kopf auf Hochtouren.
Was kochen wir heute?
Haben wir genug Sonnencreme?
Wer fährt die Kinder zum Ferienprogramm?
Was machen wir bei Regen?
Haben wir schon etwas Schönes unternommen?
Langweilen sich die Kinder?
Diese Gedanken verschwinden nicht einfach, nur weil Ferien sind.
Im Gegenteil: Während der Sommerferien mit Kindern nimmt der Mental Load oft sogar zu. Denn Ferien bedeuten nicht, dass die Verantwortung Pause macht. Sie verändert nur ihre Form.
Sommerferien mit Kindern: Der unsichtbare Mental Load
Der Begriff Mental Load beschreibt all das, was im Hintergrund passiert – das ständige Mitdenken, Organisieren und Planen. Und das hört natürlich in den Sommerferien nicht einfach auf – ganz im Gegenteil!
Ferien bedeuten oft:
Mahlzeiten planen
Snacks einpacken
Ausflüge organisieren
Wechselkleidung dabeihaben
Streit schlichten
Wäsche waschen
Gute Laune verbreiten
An alles denken
Von außen sieht das selbstverständlich aus. Doch genau dieser Mental Load kostet unglaublich viel Kraft. Er ist unsichtbar – und gerade deshalb wird er oft unterschätzt. Kein Wunder also, dass viele Mütter nach den Ferien erschöpfter sind als vorher.
Wir wollen den Kindern schöne Ferien schenken
Die meisten Mütter wünschen sich vor allem eines: Dass ihre Kinder glückliche Erinnerungen an die Ferien haben.
Deshalb planen wir Ausflüge, überlegen uns Beschäftigungen und möchten, dass die Sommerferien mit Kindern etwas Besonderes werden. Doch dabei passiert häufig etwas anderes: Wir selbst geraten immer weiter in den Hintergrund.
Der Kaffee wird kalt. Das Buch bleibt ungelesen. Der Spaziergang alleine wird auf morgen verschoben. Und aus morgen wird irgendwann nach den Ferien.
Perfekt müssen die Ferien gar nicht sein
Gerade in den sozialen Medien entsteht schnell der Eindruck, dass jede Ferienwoche voller Abenteuer sein muss. Doch Kinder erinnern sich später selten an den perfekt geplanten Tagesausflug. Sie erinnern sich an Wasserschlachten im Garten. An ein Eis auf der Parkbank. An gemeinsames Lachen. An Abende, an denen alle barfuß draußen saßen.
Die schönsten Erinnerungen entstehen oft in den kleinen Momenten – nicht in der perfekten Planung.
Bei all der Organisation der Sommerferien mit Kindern vergessen viele Mütter eine Person: Sich selbst.
Dabei muss Selbstfürsorge gar nicht groß sein. Vielleicht sind es zehn Minuten mit einem Kaffee auf dem Balkon. Ein kurzer Spaziergang.
Ein gutes Buch. Oder einfach einmal tief durchatmen. Diese kleinen Pausen verändern den Alltag oft mehr, als wir denken.
Denn wenn der Mental Load nie kleiner wird, braucht auch dein Kopf Momente zum Auftanken.
Ferien & ich
Vielleicht ist das die wichtigste Erinnerung für diesen Sommer: Du bist nicht nur die Organisatorin. Nicht nur Fahrdienst. Nicht nur Köchin.
Nicht nur Animateurin. Du bist ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Und genau deshalb darfst auch du dieSommerferien mit Kindern genießen – ohne den Anspruch, alles perfekt machen zu müssen.
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